Bundesverdienstkreuz für "Mister Karate" Roland LowingerRoland Lowinger aus Lauben für jahrzehntelangen Einsatz als Trainer, Kampfrichter und Funktionär ausgezeichnet - «Ansporn für neue Aufgaben»Bei einer Schlägerei im Fasching 1968 in Konstanz steht ein junger Mann fassungslos am Rande des Tumults, dessen Zeuge er zufällig geworden ist. Er will die brutalen Kontrahenten stoppen. Doch er weiß nicht wie. Er fühlt sich nicht stark genug und ist mit der Situation überfordert. Dieses Ereignis wird zum
Wendepunkt im Leben des damals 20-jährigen Roland Lowingers. Wenige Tage
später schließt er sich in seinem Heimatort Konstanz einer Karategruppe
an - und kann seither von dem Kampfsport nicht mehr loslassen. Für den Leiter der
Allgäuer
Werkstätten in Sonthofen sind viele große Stunden in seinem
Leben mit dem Karate verbunden - und auch viele Erfahrungen. «Ich bin
durch den Kampfsport selbstbewusster geworden. Aber ich habe Karate nie
im normalen Leben eingesetzt. Man kann mit Friedfertigkeit mehr
erreichen als mit Gewalt.» Mittlerweile hat Lowinger sich freilich vom Kemptener Dojo verabschiedet. «Die Chemie hat nicht mehr gestimmt», sagt er über seinen Austritt im Dezember 2010. Zwar bleibt der Träger des siebten Dans weiterhin Mitglied im TV Kempten 1856. Doch als seine neue sportliche Heimat bezeichnet er seit Februar den TV Haldenwang. Dort baut er mit seinem Sohn Timo (22) eine neue Karate-Abteilung auf. «Mich freut es sehr, wie hier alle Leute mitziehen», sagt Lowinger, der unmittelbar nach der Rückkehr vom Festakt in München bereits wieder auf der Matte stand, um seine neuen Schützlinge zu trainieren. Nur eines bedauerte Lowinger an seinem großen Tag: «Da in München alles länger gedauert hatte, bin ich zehn Minuten zu spät in die Halle gekommen. Dass passiert mir sonst nie.»
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