Resultate auf der Karate-DM der Schüler 2009 in Erfurt

 

Dass der Tag für den Nachwuchs der Karate-Schule Nippon so erfolgreich sein würde, wie es sich am Ende herausstellte, war ganz und gar nicht abzusehen. Die Vorzeichen standen erdenklich schlecht.
Maximillian Kroneberger, einer der Hoffnungsträger auf einen Titel, musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Beim Wiegen stellte sich heraus, dass Michael Hanert für die Gewichtsklasse, für die er sich qualifiziert hatte, zu schwer war und deswegen nicht antreten durfte.
Daniel Oborowski (Kumite Jungen -38 kg)verlor gleich in der ersten Runde. Er war in der Vorbereitungsphase oft krank und war deshalb nicht so fit, wie man es für so eine Veranstaltung erwarten sollte.
Ebenso erging es Corinna Wikowski, die in ihrer Kategorie (Kumite Mädchen -45 Kg) antrat. Sie fand, unerwartet, schon im ersten Kampf überhaupt nicht ihren Rhythmus und verlor mit 0:2 Punkten.
Eugen Keler (Kumite Jungen -53 kg) verletzte sich schon am Anfang seiner ersten Begegnung so schwer an der Schulter, dass er nur bedingt weiterkämpfen konnte. Am Ende musste auch er in der ersten Runde ausscheiden.
William Schiller (Kumite Jungen -43 kg) kam gleich in seiner ersten Begegnung gut in den Kampf und besiegte seinen Gegner mit 2:0 Punkten. Obwohl er auch in der zweiten Runde sehr gut kämpfte, hatte er sehr viel Pech. Mehrere umstrittene Kampfrichterentscheidungen führten am Ende dazu, dass er den Kampf mit 1:4 Punkten abgeben musste.

Bis Martin Pflaum in der Klasse Kumite Jungen -43 kg in dem am stärksten besetzen Pool antrat. Er war von Anfang an taktisch sehr klug eingestellt. Ebenso gestaltete er seine Kämpfe. Die erste Begegnung gewann er dann auch gleich mit 4:0 Punkten souverän. Ebenso die nachfolgenden Begegnungen. Ein Wehmutstropfen war dann aber der Kampf gegen den späteren Deutschen Meister in dieser Kategorie Tom Bössel aus Thüringen (Bushido Waltershausen), der einen Kantersieg von 0:8 Punkten herausholte.
Martin steckte aber nicht auf und erkämpfte sich in der Trostrunde am Ende noch einen beachtlichen 5. Platz.

Philipp Gohmann (Kumite Jungen -38 kg) bestätigte seine stabile und aufsteigende Form. In den ersten beiden Kämpfen ließ er seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Er kämpfte sehr verbissen und sicher, zeigte dabei seine deutliche Überlegenheit. Am Ende fertigte er sie mit 8:0 bzw. 5:1 Punkten frühzeitig ab. Erst der spätere Deutsche Meister Kevin Kabashi vom KJC Ravensburg (BW) setzte ihm Grenzen. Diese Auseinandersetzung verlor Philipp Gohmann am Ende mit 1:4 Punkten. Aber ebenso wie Martin Pflaum zuvor, steckte Philipp nicht auf und holte in der Trostrunde noch den 3. Platz heraus.

Nikolai Petrik knüpfte nahtlos dort an, wo Martin Pflaum und Philipp Gohmann aufgehört hatten und „setzte“ dem Tag „das Sahnehäubchen auf“. In der „Königsklasse“ (Kumite Jungen -53 kg, Schwergewicht) zeigte er von Anfang an, dass mit ihm zu rechnen war. Den Meistertitel im Visier lies Nikolai keinen Zweifel daran, dass er den Titel wollte. Mit seiner offensiven Einstellung kämpfte er sich mit vor allem sehenswerten, präzisen und blitzschnellen Fausttechniken bis ins Finale vor. Dabei steigerte er sich von Begegnung zu Begegnung. Aber selbst im Finalkampf verlor er nicht seinen „roten Faden“. Er ließ seinem Finalgegner Amrit Kahlon vom Ruhr Dojo Essen (NRW) kein Chance und holte sich am Ende den verdienten Meistertitel mit 5:0 Punkten.


 
Philipp Gohmann, Kadertrainer Sergej Hanert und Nikolai Petrik freuen sich über die
Bronze- und Goldmedaille auf der Deutschen Meisterschaft der Schüler in Erfurt

Foto & Artikel: Alexander Bez