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Andreas Bretthauer
Vize-World-Cup-Sieger beim Goju-
Ryu-Karate in
Cascais bei Lissabon
Andreas Bretthauer
wurde Vize-World-Cup-Sieger
beim Goju-Ryu-Karate in Cascais bei Lissabon. Vom 30.09. –
03.10.2010 kämpften mehr als 1.000 Karatekas aus 46 Nationen in Cascais
bei Lissabon/Portugal um die aufwendig gestalteten Medaillen.
Das
Goju-Ryu Team des Deutschen Karate Verbandes (DKV) war am 29.09.2010 mit
40 Karateka einschließlich der drei Teamtrainer angereist, die deutschen
Kampfrichter und Offiziellen waren schon vorher eingetroffen. Außerdem
waren etliche Angehörige und Vereinstrainer mitgekommen, um die
Teilnehmer zu unterstützen.
Andreas Bretthauer von der SAV Bremen startete gleich am Vormittag des
ersten Wett-kampftages in der Disziplin Kata (= Formenkampf) Masters
46+. Als zweifacher Bronzemedaillengewinner der letzten beiden
Europacups in der Masterklasse 35+ wollte Andreas natürlich auch in der
hier neu eingeführten Altersklasse 46+ eine Medaille erringen.
Es
mußte in jeder Runde eine neue Goju-Ryu Kata gezeigt werden. Die
unbekannte außereuropäische und neu aufgetauchte europäische Konkurrenz
machte die Wahl der jeweils richtigen Kata zu einer ungewissen und
spannenden Angelegenheit.
Andreas trat seinen Gegnern trotzdem selbstbewusst und ohne jede
Nervosität gegenüber. Mit jeweils 5:0 Kampfrichterstimmen
erreichte er souverän das Halbfinale. Dort traf Andreas auf einen
Südafrikaner, der zuvor den amtierenden Vizeeuropacupsieger 35+
ausgeschaltet hatte. Sowohl der Südafrikaner als auch Andreas zeigten
jeweils die zweithöchste Goju-Ryu Kata namens Kururunfa
(Knochenbrecher). Aufgrund der besseren Dynamik gewann Andreas knapp
aber völlig verdient 3:2 und stand somit als erster Deutscher dieser WM
im Finale.
Sein
südafrikanischer Gegner (der die südafrikanische Kata Meisterschaft der
Masterklasse aller Stilrichtungen gewonnen hatte, wie er später
erzählte) erreichte anschließend in der Trostrunde Platz 3.
Im
Finale stand Andreas (50 Jahre) einem wirklich ausgezeichnetem
Kata-Athleten aus Italien gegenüber, der noch 45 Jahre jung war und erst
später in diesem Jahr 46 Jahre alt wird. Beide Finalisten waren jeweils
eindeutig die besten ihres Pools gewesen und zeigten auch im Finale
Katas auf sehr hohem Niveau. Obwohl Andreas sich gegenüber den Vorrunden
nochmals steigern konnte und die höchste Goju-Ryu Kata namens Suparimpei
(108 Schritte) vorführte, entschieden sich die Kampfrichter für den
Italiener.
Schade, aber die Freude über den großartigen Erfolg war dadurch nicht
beeinträchtigt.
Insgesamt erzielte das erneut sehr erfolgreiche deutsche Team 18
Medaillen. Die jeweils startenden deutschen Karateka wurde dabei von den
gerade nicht startenden Athleten/-innen und dem deutschen Publikum
lautstark unterstützt, was zu einer hervorragenden Stimmung führte.
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Bretthauer bei der Vorbereitung der Kata Kururunfa |